Hallenbad und studentisches Wohnen Höttinger Au

2026 Innsbruck

Status:

Wettbewerb (2.Platz)

Kategorien:
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  • infrastruktur
  • kultur / bildung
  • nachhaltigkeit
  • öffentlich / urban
  • wohnbau

Wettbewerbsbeitrag mit Paul Eis

Die zwei freundlichen Gesichter des Quartiers Höttinger Au:

Durch die flächensparende Konfiguration der neuen Funktionen entstehen zwei urbane Stadtplätze dort, wo früher lediglich Restflächen und Verkehrsraum dominierten. Die Kreuzung Fürstenweg / Layrstraße wird durch das neue Studentenwohnheim samt Gewerbenutzung belebt. Der Baukörper reagiert dabei mit einem gezielten Versatz auf die umgebende Bebauung und fasst den Straßenraum präzise ein.
Im Inneren des Viertels — welches frei vom motorisierten Verkehr gehalten werden kann — entfaltet sich ein neuer Quartiersplatz vor der Schule und dem Schwimmbad. Er fungiert als lebendiger Treffpunkt und Aufenthaltsort: Hier verbringen Kinder die Zeit zwischen Unterricht und Schwimmtraining, Eltern warten im Freien, und es entsteht Raum für vielfältige öffentliche Aktivitäten.

Hallenbad und Sauna
Der Neubau von Hallenbad und Sauna schließt östlich an das bestehende Schwimmbad an. Indem er sich präzise in den Kontext und die Baufluchten einfügt, maximiert er die Fläche des neuen Quartiersplatzes, zu dem sich auch der seitliche Haupteingang großzügig öffnet. Um einen eigenständigen Betrieb zu erlauben und gleichzeitig die nötige Privatsphäre sowie Sichtschutz gegenüber der Schule zu garantieren, wurde der Saunabereich als oberes Geschoss auf das Hallenbad aufgesetzt.

Studentisches Wohnen
Als westlicher Gegenpol und städtebaulicher Fixpunkt fungiert das studentische Wohnen. Die zwei versetzten Baukörper schließen das Viertel harmonisch ab und bilden dessen baulichen Schlussstein. Der raumfassende Versatz der Architektur schafft im Zusammenspiel mit den Erdgeschoss-Gewerbeflächen eine spürbare Aufwertung und Belebung des umliegenden Straßenraums.

Konstruktion
Das studentische Wohnen basiert auf einer rationalen, gerasterten Grundrissstruktur, die einen hohen Vorfertigungsgrad und den effizienten Einsatz von Fertigbädern erlaubt.
Dank eines maximalen Fluchtniveaus von unter 22 Metern (21,50 m) ist das Gebäude über ein einziges, natürlich belichtetes Treppenhaus mit Aufzug erschlossen.

Konstruktiv ist das Schwimmbad als Stahlbeton-Stützen-Träger-Konstruktion konzipiert, während die aufgesetzte Sauna als nachhaltiger Brettschichtholz-Bau (BSH) ausgeführt wird. Die Entfluchtung der oberen Ebenen erfolgt über einen zusätzlichen Rettungsweg aus den Umkleiden im ersten Obergeschoss sowie aus der Sauna. Dieser wird über eine Außentreppe geführt, die hinter einer Verschalung in die Fassade integriert ist.