Louisenblock Ost ll

2026 Berlin - Mitte

Status:

Competition

Categories:
  • business
  • infrastructure
  • culture / education
  • sustainability
  • public / urban
  • housing

Städtebauliches Konzep
Vier Stadtbausteine bilden ein Ensemble aus drei eigenständigen Baukörpern entlang der Spree und dem baumbestandenen Gleisbogen Park als Lärmpuffer. Bundestag, Wohnen und ver.di erhalten eigene Adressen und architektonische Identitäten. Die Gebäudehöhen orientieren sich an der Wiener Traufkante von 22 m und vermitteln zwischen Spreeufer und Park.

Nutzungskonzept
Der Bundestagsbau bildet mit LBO I einen gemeinsamen Vorplatz und wird über eine großzügige Halle mit Atrien erschlossen. Das Wohngebäude bietet private Zugänge, gemeinschaftliche Freiräume und eine halböffentliche Halle. Der ver.di-Bau orientiert sich zur Spreepromenade und zum Park. Die Sockelzonen nehmen publikumswirksame Nutzungen wie Gastronomie und Geschäfte sowie ruhiges Gewerbe, soziale Angebote und quartiersbezogene Einrichtungen auf. Die Stadtbahnbögen ergänzen das Angebot um Gastronomie, Jugendtreff und Fahrradwerkstatt.

Klimakonzept

Gründächer, Photovoltaik, bodengebundene Fassadenbegrünung und Regenwasserspeicherung verbessern die Klimabilanz. Schwammstadtbeete nehmen Starkregen auf. Entsiegelte Flächen, robuste Gehölze und verschattete Aufenthaltsbereiche fördern die Kühlung. Der Gleisbogen Park bildet als grüne Lunge einen wichtigen Beitrag zum klimaresilienten Quartier.

Freiraumkonzept
Die Spreeuferpromenade wird durch Sitzstufen, Treppen und zusätzliche Bepflanzung als Aufenthaltsraum aufgewertet. Der Gleisbogen Park bietet Wildblumenwiesen, Spiel- und Bewegungsflächen und dient zugleich als Lärmpuffer. Begrünte und aktive Fugen verbinden Park und Spreeufer und schaffen nachbarschaftliche Freiräume im menschlichen Maßstab.

Erschließungs- und Mobilitätskonzept
Die Verkehrserschließung erfolgt über die Spreeuferachse und die nördliche Planstraße. Getrennte Zufahrten sichern die Erreichbarkeit von Tiefgaragen, Anlieferung und Feuerwehr. Der zweirichtungsgeführte Radweg entlang der Spree wird durch Fahrradstellplätze im Wohnbau und in den Stadtbahnbögen ergänzt. Spreeufer, Stadtplatz, Gleisbogen Park und ausgewählte Fugen bleiben Fußgänger*innen vorbehalten.

Re-Use und CO₂-Reduktion
Abbruchmaterialien werden möglichst vor Ort aufbereitet und im Freiraum wiederverwendet. Ziegel werden zu Substraten verarbeitet. Die Spreeuferkante bleibt erhalten und wird neu strukturiert. Bestehende Unterbauten werden auf ihre Weiternutzung geprüft. Dadurch lassen sich Ressourcenverbrauch und transportbedingte CO₂-Emissionen reduzieren.